Was hat die Psyche mit unserem Immunsystem zu tun?

Andauernde Belastungen in der Familie, in Beziehungen, am Arbeitsplatz, das kann sich in vielen Bereichen des Lebens zeigen und erzeugen Ängste, Gefühle von Ohnmacht, Ausgeliefertsein, Überforderung. Oft wird dieser innere Stress gar nicht mehr körperlich wahrgenommen. Aber wahrgenommen wird immer wieder, dass es seelisch belastend ist und vielleicht auch kein Ausweg gesehen wird.

Wenn unser System unter Stress steht, wird das Hormon Cortisol ausgeschüttet, um mit dem Stress besser umgehen zu können. Das ist eine automatische Reaktion unseres Körpers, um uns zu unterstützen, wieder in Balance zu kommen. Wenn jedoch an der psychischen Belastung nicht gearbeitet wird, wird das Cortisol unaufhörlich in den Kreislauf gepumpt und verbraucht sich, bis hin zur Nebennierenüberforderung, und das bedeutet nicht selten Burnout.
Gleichzeitig fährt Cortisol unser Immunsystem herunter; das bedeutet, dass wir wesentlich anfälliger sind für Erkrankungen. Stressbelastungen führen also dazu, dass unser Immunsystem uns nicht mehr ausreichend zur Verfügung steht. Und es müssen nicht mal Krankheiten sein, die sich unmittelbar in zeitlichem Zusammenhang zeigen. Die Belastung im heute kann Jahre bis Jahrzehnte später zu einschränkenden oder gar schweren Erkrankungen führen.

Um aus diesem Teufelskreislauf herauszufinden, ist es hilfreich, an der inneren Struktur zu arbeiten. Hier geht es unter anderem darum, Resilienz aufzubauen, die Trigger im Außen zu erkennen und einen förderlichen Umgang mit Situationen zu lernen, um wieder zu innerem Gleichgewicht, Stärke und Widerstandskraft zu finden und damit auch das Immunsystem zu unterstützen.

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